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Verlag Angelika Hörnig

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Die Oberflächen an meinem neuen Holzbogen sind schon wieder ganz rau. Wie soll ich die Oberfläche behandeln?

Angeschnittene Holzfasern stellen sich, wenn sie nass werden, das ist ganz normal. Deshalb feuchtet man das Holz vor der Fertigstellung ganz bewusst an, damit die sich aufstellenden Fasern abgeschliffen werden können. Einfach mit einem nassen Lappen drüberwischen, trocknen lassen, mit Schleifpapier ohne Druck nachschleifen. Je nach Holzart muss man das ein bis zwei mal wiederholen. Dann ist das Holz glatt und bleibt es auch.

Offensichtlich war da die Versiegelung ungenügend, sonst wäre das Holz nicht nass geworden. Ein guter Lack ist eine gute Wahl, aber nicht jedermanns Sache, weil unnatürlich, vielleicht sogar giftig, und spätere Schrammen sind nur schlecht nachzubessern.

Rohes Holz öle ich mit einem dünnflüssigen Leinölprodukt (Leinölfirniss, Grundieröl) oder Kamelienöl oder sonst etwas (Salatöl tut es notfalls auch) mehrfach ein, bis das Holz kein Öl mehr annimmt. Das kann sich über mehrere Tage / Wochen hinziehen, das reicht dann aber auch schon als Schutz. Später kann man dann immer noch und bei Bedarf auch wiederholt eine Schicht aus Hartwachs drüberlegen oder ein abhärtendes Leinöl (Hartöl) oder Tungöl oder etwas ähnliches. Meine Holzbögen haben meistens nur am Anfang ein paar Mal ordentlich Öl bekommen, und dann erst wieder bei Bedarf. Das ist unkompliziert und funktioniert.

VA