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Verlag Angelika Hörnig

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Was ist ein guter Pfeil? / Ich will mit meinen Kindern Pfeile basteln. Wie geht das?

Über die Herstellung von Pfeilen

Was ist ein guter Pfeil?

Diese Frage ist leicht zu beantworten: er soll perfekt, wie an der Schnur gezogen fliegen und genau da treffen, wo ich hingezielt habe.

Wie erreiche ich das?

Über diese Frage ist schon viel diskutiert und geschrieben worden. Wer es genau wissen will, besorge sich am besten das Buch "Traditionell Tunen". Da steht alles drin, was man wissen muss, um zu einem guten Pfeilflug zu kommen. Eine Bauanleitung für Pfeile gibt es darin aber nicht.

Eine Bauanleitung für Pfeile

Das "Praktische Handbuch für traditionelle Bogenschützen" bietet alle Basis-Informationen rund um Pfeil und Bogen. Alles über Pfeile findet man gesammelt in unserem Buch "Bogenschießen - Ausrüstung und Zubehör selbst gemacht". In den verschiedenen Ausgaben unserer Zeitschrift "Traditionell Bogenschiessen" steht natürlich auch immer mal wieder etwas zum Thema Pfeilschäfte, Pfeilspitzen, Pfeilnocken etc. Dazu bitte mit verschiedenen Stichworten die Suchfunktion auf unserer Webseite benutzen. 

Ich will mit meinen Kindern Pfeile basteln. Wie geht das?

Schwer zu beantworten, weil die Antwort je nach Motivation und Zielgruppe unterschiedlich ausfallen wird. Wer zu "normalen", sportlichen Ansprüchen entsprechenden, Pfeilen kommen will, der lese die Ausgaben TB 16 und TB 17 und TB 41 und TB 42 von "Traditionell Bogenschießen". Ebenfalls in Heft 16 und auch in Heft TB  5 ein Artikel über Bambus-Pfeile. 

Funktionierende Pfeile verlangen eine Menge Arbeit, wer mit Kindern oder mal an einem Nachmittag Pfeile basteln will, kommt da schnell an Grenzen, wenn er nicht zumindest schon fertige Schäfte anbieten kann, auf die nur noch Spitze und Federn montiert werden müssen. Besser als 8 mm Rundholzstangen aus dem Baumarkt sind da auf jeden Fall Schäfte aus dem Bogensporthandel. Die sind wenigstens schon gerade. Dort bekommt man auch die sog. Gummi-Blunts, breite stumpfe Gummistöpsel, die einfach auf den Schaft geschoben werden.

Wer mit der Gartenschere in der Hand spazieren geht findet bestimmt geeignete Schösslinge von Haselnuss, Schneeball, Hartriegel, Pfeifenstrauch oder irgend etwas anderes, das gerade nach oben wächst. Die Arbeit fängt aber schon bei der Trocknung an. Die Rinde entfernen und während des Trocknens die Schäfte immer wieder gerade richten, allein dieser Prozess dauert schon mindestens eine Woche! Aber in dieser Zeit kann man schon mal das sonstige benötigte Material besorgen und sich Pfeilspitzen aus Geweih, Knochen oder Stein herstellen. Und dann hat man ein Bündel Stängel vor sich, von denen keiner wie der andere ist. Die brauchbaren aussortieren und auf eine gemeinsame "Norm" bringen, das ist echte Arbeit. Aber: auf solche Pfeile kann man mit Recht richtig stolz sein. Über solche prähistorischen Pfeile und Pfeilespitzen aus Feuerstein gibt es je ein Kapitel im "Bogenbauerbuch".

VA