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Verlag Angelika Hörnig

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3-D-Schießen: Mit welcher Ausrüstung muss man in die Natur? Und mit wie vielen Pfeilen?

Was braucht man wirklich?

Neben Pfeilen, Bogen und Fingerschutz eigentlich nur gute Schuhe und dem Wetter angepasste Kleidung. Die meiste Regenkleidung stört beim Schießen, quietscht beim Gehen, lässt einen schwitzen...bei leichtem Nieselregen tun es ein Hut und ein Wollpulli oder eine ärmellose Weste, für den überraschend heftigen Regenguss ist ein Umhang schnell übergeworfen und hält dann auch die Pfeile trocken.

Was ist sinnvoll?

Eine Flasche Apfelschorle, Messer/Zange/Spitzenzieher, falls mal ein Pfeil im Baumstumpf steckt, Ersatzspitzen und -sehne, Pflaster und Handy für Notfälle, Kugelschreiber fürs Scoring. Im Sommer vielleicht noch Sonnen- und Zeckenschutz.

Was ist praktisch?

Das alles plus Jacke der Allerliebsten und Digiknipse passt in einen kleinen Rucksack, der anders als eine Umhängetasche weder beim Klettern noch beim Schießen stört. Zum Rucksack passt gut ein Hüftköcher.

In letzter Zeit nehme ich auch gerne einen mannshohen Wanderstock mit, als dritten Fuß in schwierigem Gelände, und zum Pfeile suchen. Apropos: Was da mit den beliebten Suchhaken ein Flurschaden angerichtet wird ist manchmal schon arg.

Wie viele Pfeile braucht man?

Kommt ganz darauf an! Je nach Turnierart (3-D ist verlustreicher als Feldscheiben), Gelände, Bewuchs, Bodenbeschaffenheit, der Parcoursbauer- und der eigenen Schießkunst. Holzpfeile gehen gerne mal kaputt, dafür lassen sich abgebrochene Spitzen schnell ersetzen, Alu- und Karbonpfeile sind langlebiger, aber nicht überall zugelassen und unterwegs nicht zu reparieren. Außerdem sollte man diese noch weniger als Holzpfeile in der Natur zurücklassen.

Mit einem Dutzend Pfeilen kommt man eigentlich immer klar. Ein echter Anfänger, oder wer gerade eine schlimme Phase durchmacht, verzichtet auf die kniffligen Schüsse oder braucht halt mal ein paar Pfeile mehr. Ein Riesenköcher ist unnötig und nur hinderlich. Wer doch einmal zu wenige Pfeile mitgenommen hat, sollte jedenfalls mir Rücksicht auf die Nachfolgenden nicht jedes Mal stundenlang suchen, sondern darauf hoffen, dass diese beim Finden besser sind.


Für alles gibt es natürlich Ausnahmen und individuelle Lösungen, und im Endeffekt zählt nur das Vergnügen: Lieber mal nass und ohne Pfeile, aber fröhlich aus dem Wald kommen, als alles viel zu ernst nehmen und mit verkniffener Miene rumlaufen. Da hilft nur ausprobieren: was funktioniert bei mir, womit fühle ich mich wohl? Wir machen ja kein dreiwöchiges Wildnis-Trekking, sondern sind nur ein paar Stunden im Wald. Wenn es ganz dicke kommt, kann man einfach wieder zurück zum Auto und in die trockenen Ersatzklamotten rein.

VA