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Ein neuer Standard!

Wulf Hein und Marquardt Lund

FLINTHANDWERK

ISBN: 978-3-938921-46-3
372 Seiten, Softcover, 21 x 27 cm
Preis 48,00 €

Das neue Buch zu einer uralten Handwerkskunst

Seit Millionen Jahren ist DAS Werkzeug des Menschen aus Stein. Um es herzustellen braucht es eigentlich nur einen zweiten Stein, ein gutes Auge, innere Ruhe und etwas Erfahrung. Wer "auf den Spuren der Ahnen wandeln" möchte, wer sich für Messer oder für ursprüngliches Handwerk interessiert, kommt also bis heute nicht darum herum, sich mit der Kunst zu beschäftigen, wie aus Stein scharfe Klingen geschlagen werden.

Diese vieleicht älteste Handwerkskunst des Menschen ist aber keineswegs vergessen worden, sondern wird von einer wachsenden Steinschläger-Gemeinde weltweit erforscht, praktiziert und weiterentwickelt.

  • Wie kann ich selbst steinerne Pfeilspitzen und Messer herstellen?
  • Welche Ausrüstung benötige ich dazu?
  • Wo finde und wie erkenne ich geeignete Steinsorten?
  • Wie macht man Feuer mit Feuersteinen?
  • Wie werden Pfeilspitzen, Beile und Speerspitzen geschäftet?

­­­­Diese und andere Fragen werden von den ausgewiesenen Profis Marquardt Lund und Wulf Hein erschöpfend beantwortet. Anhand zahlreicher Fotos, Zeichnungen und Beschreibungen werden die heute von Experimentalarchäologen und Hobby-Steinschlägern benutzen Techniken ebenso beschrieben wie die authentischen Methoden, die noch in historischer Zeit in der Arktis, in Amerika und Australien beobachtet werden konnten. Vom einfachen Abschlag bis zum kunstvollen Feuersteindolch ist also alles dabei.

Tipps für Anfänger und ein Katalog mit zahlreichen Typen aus Europa sowie spektakuläre Stücke aus der ganzen Welt ergänzen dieses Do-it-yourself Buch. Ebenso finden an der Archäologie Interessierte hier die zur Bestimmung erforderliche Grundausstattung.

Das Buch zeichnet sich hierbei besonders durch seine überragende Anschaulichkeit aus. Hochwertige Fotos sowie unzählige, sorgfältig gefertigte Zeichnungen zeigen im Detail und Schlag für Schlag, wie es geht und worauf man achten muss.

DAS STANDARDWERK zum Thema Flintknapping!

Rezensionen:

Großartiges und imposantes Werk, das keine Frage zum Thema offen läßt!

Das Buch richtet sich in erster Linie an Steinzeitinteressierte, die selbst Flintwerkzeuge anfertigen oder ihre Herstellung besser verstehen möchten. Wulf Hein und Marquardt Lund, die sich seit vielen Jahren einen Namen als Flinthandwerker und Archäotechniker gemacht haben, beschreiben darin anschaulich und detailliert die Grundlagen und vielfältigen Techniken der Feuersteinbearbeitung - von den unterschiedlichen Rohmaterialien und ihren Eigenschaften über die verwendeten Arbeitsmittel und Werkstrategien bis zu den verschiedenartigen Typen von Steinwerkzeugen, die in ur- und frühgeschichtlicher Zeit hergestellt wurden. Ihre anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Tipps und Erfahrungsberichte sind trotz der im wahrsten Sinne des Wortes „steinigen“ Materie für den thematisch Interessierten niemals langweilig zu lesen, sondern informativ, spannend und unterhaltsam, wozu nicht zuletzt auch die von den Autoren immer wieder in den Text eingestreuten persönlichen Anekdoten und eine kräftige Prise trockenen Humors beitragen - ich konnte mir bei der Lektüre jedenfalls hin und wieder ein Lachen nicht verkneifen.

Heins und Lunds Arbeitsbeschreibungen bilden in erster Linie einen anschaulichen und detaillierten „Do it yourself“-Leitfaden für Flinthandwerker und solche, die es werden wollen. Da die beiden Autoren aber auch die aus den verschiedenen Herstellungstechniken resultierenden Produktmerkmale und unterschiedlichen steinzeitlichen Werkzeugtypen im Detail beschreiben, ist das Buch zugleich eine hilfreiche Quelle für die Beurteilung und Einordnung von prähistorischen Steinartefakten und nützlich für alle, die sich mit solchem Fundmaterial beschäftigen.

Eine zentrale Rolle in dem großformatigen Buch spielen die über 500 hochwertigen Fotos und sorgfältig angefertigten Zeichnungen, die buchstäblich „Schlag für Schlag“ zeigen, wie die Steingeräteherstellung gelingt und worauf bei der Arbeit zu achten ist. Besonders die zum Teil brillanten „Porträtfotos“ alt- und jungsteinzeitlicher Silexartefakte und Repliken, über die Wulf Hein auch schon einen prächtigen Kalender veröffentlicht hat, lassen über den rein technischen Aspekt hinaus aber auch eindrucksvoll erkennen, dass die urgeschichtlichen „Feuersteinschmiede“ nicht nur hochversierte und meisterhafte Handwerker, sondern oft auch regelrechte Kunsthandwerker und wahre „Steinkünstler“ waren. Das läßt ihre heute so weit ins Dunkel der Vorgeschichte entrückten Kulturen in einem ganz neuen Licht erscheinen und macht deutlich, dass jede Überheblichkeit diesen steinzeitlichen Vorfahren gegenüber fehl am Platze ist. „Man gewinnt Respekt vor Menschen, die vor Tausenden von Jahren Dinge erschufen, die nicht nur ihr Überleben sicherten, sondern deren Herstellung ihnen darüber sicher selbst Spass gemacht hat. Diesen Spass können wir heute nachfühlen“ - so Hein und Lund wörtlich (S.229).

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